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BIM (BUILDING INFORMATION MODELING)

BIM steht für Building Information Modeling (zu Deutsch „Gebäudedatenmodellierung“ oder „Bauwerksdatenmodellierung“) und ist eine interdisziplinäre und vernetzte Arbeitsweise, die den Planungs-, Bau- und Betriebsprozess effizient und transparent macht.

Wichtig!   BIM ist „nicht nur“ 3D bzw. Revit!

Dabei wird ein digitales Modell mit parametrischen Bauteilen in einer für BIM ausgelegten Planungssoftware, wie beispielsweise Autodesk Revit, erstellt. Alle für den Planungsprozess relevanten Daten werden in diesem Zentralen, parametrischen Gebäudemodell gesammelt, aufgearbeitet, analysiert und mit allen Planungspartnern kommuniziert.

Dadurch entsteht das Projekt zu allererst als digitaler Prototyp; eine einzig und allein ausschlaggebende Quelle sämtlicher Projektinformation. Das Projekt kann in Bezug auf Kundenwünsche, Gebäude-Effizienz, kosten, Planungsalternativen und Baufehler überprüft werden, bevor mit dem Bau begonnen wird. Alle Projektbeteiligten profitieren von dieser zentralen Datenbank und durchgängigen Kommunikationsmethode.

Teure Nacharbeiten und daraus resultierende Verzögerungen auf der Baustelle können so reduziert werden.

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Warum BIM?

Bauprojekte und die damit verbundenen Planungs- und Projektmanagement-Prozesse sind heute komplexer und arbeitsaufwändiger als je zuvor. Im Fokus von Planern und Bauherren stehen mehr denn je Durchgängigkeit und Transparenz. Es kann zu schwerwiegenden Mängeln und Bauverzögerungen führen, wenn inadäquate Prozesse angewandt werden, wie auch aktuelle Projekte in Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigen.

Ein typisches Bauvorhaben bringt laut Drees und Sommer geschätzte 37 % an Materialverschwendung mit sich. Annähernd 27 % aller Projekte leiden unter Planungsfehlern und geschätzte 45 % unter Baumängeln. Die Behebung dieser Mängel vor Ort hat zur Folge, dass 30 % aller Bauvorhaben verspätet und zu höheren Kosten als veranschlagt fertiggestellt werden.

BIM-basierte Planungs- und Ausführungsprozesse verbessern die Planungsqualität und reduzieren das Projektrisiko immens, weil sie konsequent auf eine frühzeitige Entwurfsoptimierung, die automatische Aufdeckung von Planungswidersprüchen (Kollisionserkennung), den Abgleich mit baurechtlichen Bestimmungen, eine synchronisierte Planung, eine verbesserte Kommunikation und die Etablierung schneller und effizienter digitaler Prozesse setzen.

Die BIM-Methode eignet sich nicht nur für Großprojekte und große Planungsbüros/ Generalunternehmer.

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Zusammengefasst: Warum BIM?

Verbessert die Planungsqualität

Reduziert das Projektrisiko

Frühzeitige Entwurfsoptimierung

Aufdeckung von Planungswiedersprüchen (Kollisionserkennung)

Synchronisierte Planung

Verbesserte Kommunikation